EUDAMED & UDI

EUDAMED und UDI brauchen keine
weitere Excel-Liste.

Seit dem 28. Mai 2026 sind vier EUDAMED-Module verpflichtend. Das eigentliche Problem ist nicht das Portal, sondern die Frage, wo Ihre Produkt- und UDI-Daten entstehen, wer sie pflegt und wie Änderungen nachvollziehbar bleiben.

Vier Module sind verpflichtend. Das Datenproblem beginnt davor.

Mit dem Beschluss (EU) 2025/2371 wurden die ersten vier EUDAMED-Systeme als funktionsfähig bestätigt. Seit dem 28. Mai 2026 ist ihre Nutzung verpflichtend: Akteursregistrierung, UDI-/Produktregistrierung, Benannte Stellen und Bescheinigungen sowie Marktüberwachung.

Für Hersteller ist besonders die UDI-/Produktregistrierung relevant: UDI- und Produktinformationen der in der EU in Verkehr gebrachten Produkte müssen an EUDAMED übermittelt werden. Die operative Frage lautet deshalb nicht nur „Sind wir registriert?“, sondern „Sind unsere Daten so organisiert, dass Registrierung und spätere Änderungen zuverlässig beherrschbar sind?“

Europäische Kommission: EUDAMED-Überblick  ·  Beschluss (EU) 2025/2371

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Das Muster

Excel funktioniert bis zur ersten Änderung.

Wenn UDI, Produktattribute, Verpackungshierarchien und regulatorische Merkmale nur für die EUDAMED-Meldung in einer separaten Datei zusammengestellt werden, entsteht sofort ein zweiter Datenhaushalt.

Dann muss jede Änderung im Produkt, im Artikelstamm oder in der regulatorischen Einstufung an mehreren Stellen nachvollzogen werden. Genau dort entstehen Inkonsistenzen, Rückfragen und Audit-Aufwand.

Unser Ziel ist deshalb eine führende Quelle je Datentyp und ein definierter Prozess für Freigabe, Übertragung und Änderung.

Datenmodell

Welche Daten gehören wohin?

EUDAMED ist das Zielsystem für regulatorische Meldedaten, aber nicht automatisch der beste Ort, an dem diese Daten im Unternehmen entstehen. Das Datenmodell sollte die vorhandenen Verantwortlichkeiten und Systeme abbilden.

Vertiefung: Basic UDI-DI und UDI-DI richtig unterscheiden

EUDAMED-DatenSinnvolle führende QuelleVerantwortung
Akteur, SRN, OrganisationStammdaten / ComplianceRegulatory / QM
Basic UDI-DI, UDI-DI, ProduktidentitätERP / Product Master / DataverseRegulatory + Product Data
Verpackung, Varianten, KennzeichnungenERP / ArtikelstammOperations + Regulatory
Risikoklasse, EMDN, regulatorische AttributeRegulatory Master DataRegulatory / QM
Status und ÄnderungenWorkflow / Change ControlProcess Owner
Übertragung

UI, XML oder Machine-to-Machine?

Die Europäische Kommission beschreibt drei Wege zur Datenübermittlung: manuelle Eingabe über die Benutzeroberfläche, XML-Bulk-Upload und automatisierten Machine-to-Machine-Datenaustausch. Welche Variante wirtschaftlich ist, hängt vor allem von Datenmenge, Änderungsfrequenz und vorhandener Systemlandschaft ab.

Vertiefung: EUDAMED per UI, XML oder Machine-to-Machine

WegGeeignet wennKonsequenz
EUDAMED UIwenige Produkte, seltene Änderungeneinfach, aber manuelle Doppelpflege
XML Bulk Uploadmittlere DatenmengenDateierzeugung automatisierbar, Upload bleibt manuell
M2M Data Exchangehohe Volumina oder häufige Änderungenautomatisiert, aber technisch und betrieblich anspruchsvoller

Die EU nennt als Orientierung: bis etwa 100 Produkte UI, 100 bis 1.000 Produkte Bulk Upload, darüber M2M. Das ist keine regulatorische Schwelle, sondern eine praktische Empfehlung. Quelle: EUDAMED Information Centre

Architektur

Ein Datenfluss statt Parallelpflege.

1. Quelle festlegen. Artikel-, Produkt- und regulatorische Stammdaten bekommen einen eindeutigen System Owner.

2. Daten harmonisieren. ERP, Dataverse und bestehende Regulatory-Systeme werden gegen die EUDAMED-Datensätze und Business Rules gemappt.

3. Freigabe definieren. Änderungen werden nicht direkt durchgereicht, sondern durch einen nachvollziehbaren fachlichen Freigabeprozess geführt.

4. Übertragung wählen. Je nach Volumen erfolgt die Meldung über UI, XML-Bulk oder M2M.

5. Rückmeldung und Änderung beherrschen. EUDAMED-Status, Fehler und spätere Produktänderungen werden wieder in den betrieblichen Prozess zurückgeführt.

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Was wir konkret prüfen

  • Welche EUDAMED-Daten heute bereits strukturiert vorhanden sind
  • wo UDI- und Produktdaten entstehen
  • welche Felder mehrfach oder manuell gepflegt werden
  • wer fachlich für welche Daten verantwortlich ist
  • welcher Übertragungsweg wirtschaftlich sinnvoll ist
  • wie Änderungen, Freigaben und Nachweise organisiert werden

Typisches Zielbild

ERP / Product Master
operative Artikel-, Varianten- und Verpackungsdaten

Dataverse / Regulatory Data
regulatorische Attribute, Verantwortlichkeiten und Freigaben

Power Platform
Workflow, Prüfregeln und Ausnahmebehandlung

EUDAMED
regulatorisches Zielsystem über UI, XML oder M2M

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Einstieg

In zwei Wochen wissen Sie, wo Ihre Lücken liegen.

Im EUDAMED-Readiness-Check prüfen wir Akteur-, Produkt- und UDI-Daten, Datenquellen, Verantwortlichkeiten und den passenden Übertragungsweg. Sie erhalten eine priorisierte Lückenliste, eine Empfehlung für das Datenmodell und einen konkreten Umsetzungsplan.

Quellen und Einordnung

Stand: 17. August 2026. Diese Seite beschreibt die organisatorische und technische Umsetzung von EUDAMED-Datenprozessen und ersetzt keine rechtliche Einzelfallprüfung.


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